JUGOSLAWIEN - Krieg und Gastfreundschaft
Vrsac - Straza - Bela Crkva
Dem verzweifelten Blick des Grenzpolizisten beim Durchblättern unserer Pässe mit einigen Visa entnehmen wir, daß wir für Jugoslawien wohl auch eines gebraucht hätten. Wir kriegen's zum Glück auch an der Grenze. Über Vrsac radeln wir Richtung Straza und dann weiter nach Bela Crkva (früher "Weisskirchen"). Der Krieg ist in Jugoslawien immer wieder Thema: Wir lernen ein junges Paar kennen, das vor zwei Jahren vor den Nato-Bomben aus Belgrad geflohen ist und jetzt einen Dorfladen betreibt; eigentlich hatten sie andere Pläne... Die Menschen, denen wir begegnen sind sehr offen und gastfreundlich - viele fragen uns "woher?" und "wohin?" und wünschen uns eine gute Reise und viel Glück (auch wenn sich hier - wegen fehlenden Sprachführers - unsere Sprachkenntnisse noch mehr in Grenzen halten als in anderen Ländern, klappt so eine Konversation mit Händen und Füßen immer gut). In Straza werden wir zum Plaudern und Kaffeetrinken in einen Hof eingeladen und dann zum Mittagessen an die Nachbarn weiter gereicht. Obwohl wir ursprünglich nicht durch Jugoslawien fahren wollten (sonst hätten wir ja gleich an der Donau bleiben können), sind wir froh, diesen "Abstecher" gemacht zu haben - wir haben viele nette Menschen kennen gelernt.
