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Griechenland

GRIECHENLAND - Sonne, Meer und gute Düfte

Serres - Asprovalta - Thessaloniki - Olymp - Larissa - Meteora - Amfissa - Delphi - Egio - Korinth - Athen

Griechenland begrüßt uns mit einer bisher noch nicht "erfahrenen" Hitze, dafür aber auch mit vielen guten Düften: würzig die Tabakfelder, aromatisch die Kiefernwälder und wilder Thymian, süß die Kleefelder. Wir radeln schnurstracks zum Meer und machen erstmal drei Tage richtig faulen Strandurlaub.

Hier am Meer treffen wir Peter und Sven, zwei Münchner Tourenradler, die auf dem Weg nach Ägypten sind. Frisch gestärkt radeln wir weiter nach Thessaloniki, einer angenehm lebendigen Stadt mit märchenhaft orientalisch anmutendem Bazar und Zeugnissen uralter Geschichte an jeder Ecke. Nach ein paar Tagen Großstadt-Getümmel radeln wir auf der Autobahn weiter Richtung Olymp.

Am Fuße des Goetterberges bei Plaka/Litochoro geniessen wir ein paar ruhige Strandtage auf dem Campinplatz von Apostolis, dessen Gastfreundschaft uns schon vor dem Zeltaufbau den ersten Ouzo-Schwipps beschert. Unsere nächste Station ist Meteora mit seinen beeindruckenden Klöstern, die wie Vogelnester auf die imposanten Felsen geklebt scheinen.

Weiter führt uns unser Weg über einige Pässe (schwitz, keuch) nach Delphi. Hier, auf eine Campingplatz mit gigantischem Ausblick, in einer Atmosphäre von erhabener Ruhe, erreicht uns - durch einen Allgäuer Tourenradler - die Nachricht von den grauenvollen Attentaten in den USA mit fünftägiger Verspätung. Die weitere Reise wird von unguten Gefühlen überschattet.

Von Delphi aus radeln wir zur nächsten Fähre und setzen auf den Peloponnes über. Hier finden wir zum ersten Mal seit dem Donauradweg eine für Biker ideale Strecke direkt am Meer lang, auf der wir Tourenradler aus ganz Europa treffen. Als krönenden Abschluss dieser schönen Etappe bestaunen wir den Isthmus von Korinth. Dann strampeln wir unserem letzten Ziel auf diesem Kontinent entgegen - Athen. Hier müssen wir zuerst einiges Organisatorisches für die Weiterreise regeln, bevor wir in aller Ruhe die Akropolis und die Plaka, den Hafen Piräus u.v.m. besichtigen dürfen.

Griechenland begeisterte uns durch seine verschiedenartigen Landschaften: schroffe Steilküsten, lange Sandstrände und imposantes Bergland. Verwöhnt durch die ursprüngliche Herzlichkeit der Bulgaren, wirkten viele der Griechen, denen wir begegneten, etwas cool auf uns - doch wir hatten auch herzliche Begegnungen. Stark beeindruckt haben uns die vielen Ausgrabungsstätten, die an zahlreichen Orten den Geist der Antike spüren lassen.

In den drei Monaten, die wir nun durch Europa geradelt sind, haben wir eine Menge interessanter Orte gesehen und viele nette Menschen getroffen. An manchem Ort hätten wir noch viel länger verweilen können - vielleicht ein anderes Mal, wenn wir nicht im "Weltreisestress" sind ;-). Auf alle Fälle sind wir froh, die Strecke von ca. 3.800 km ohne größere Schwierigkeiten und v.a. gesund geschafft zu haben und freuen uns auf den nächsten Kontinent.